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Eine Aktuelle Umfrage zeigt: Fast zwei Drittel der Deutschen sehen in der Telemedizin einen Weg, den Ärztemangel auf dem Land zu kompensieren. In einer repräsentativen Umfrage des Apothekenmagazins „Senioren Ratgeber“ sagten 63,1 Prozent der Frauen und Männer, gerade in ländlichen Gebieten könne die Fernbehandlung eine mögliche Unterversorgung mit Medizinern sehr gut ausgleichen.

Allerdings befürchten zugleich 63,4 Prozent der Deutschen, dass Ärzte, die per Telemedizin behandeln, vor Ort in den Hausarzt- und Facharztpraxen fehlen. Und für 72,9 Prozent der Frauen und Männer käme eine Fernbehandlung im Rahmen der Telemedizin nur in Frage, wenn diese durch einen ihnen schon vorher persönlich bekannten Arzt erfolgt…  Weiter   

Die Gesundheitslandschaft im Change-Prozess

Oder aber es werden regionale Projekte gestartet, wie z.B. die „Landpartie Fulda“. Für dieses Projekt haben sich das Universitätsklinikum Frankfurt, der Landkreis Fulda und verschiedene Hausarztpraxen im Landkreis zusammengeschlossen. Ziel ist es dabei den Medizinstudenten über ein Blockpraktikum, die hausärztliche Tätigkeit – Face to Face –  näher bringen. Das Projekt „Landpartie Fulda“ wurde bereits in 2012 gestartet. Seit dem absolvierten 135 Medizinstudenten, ca. 20 pro Jahr, ein solches Praktikum. Und es geht noch weiter: Seit Anfang des Jahres übt erstmal eine Medizinstudentin in der Hausarztpraxis, Innere Medizin Fulda, ihr Praktisches Jahr (PJ) im Wahlbereich Allgemeinmedizin über 4 Monate aus… eine wunderbare Entwicklung finde ich. 

Doch schaue ich durch die Brille der Kommunikationsberaterin, so sehe ich in beiden Varianten, sowohl Herausforderungen als auch  Chancen, die bei der jeweiligen Umsetzung zu berücksichtigen sind. Hinzu kommen noch die ständigen Neuerungen im Markt, die die Gesundheitslandschaft und das Arbeiten im Gesundheitswesen verändern. Gegenseitiges Vertrauen, Loyalität, Zufriedenheit und Freude an der Arbeit werden häufig zu Fremdwörtern – nicht nur im Krankenhaus. Politik, Markt und Industrie setzen die Akteure unter Druck und geben wenig Luft zum Atmen. Das Management in den Kliniken reagiert darauf und dreht meist am Personalschlüssel. Dadurch sinkt das Vertrauen der Mitarbeiter gegenüber den Führungskräften; die Unzufriedenheit und die Ängste nehmen zu. Es ist keine begrüßenswerte Entwicklung, wenn die Mitarbeiter, das wichtigste Gut im Gesundheitswesen,  auf der „Reise der Veränderungen und in die Digitalisierung“ vergessen werden. 

Mein Tipp: Gestalten Sie den digitalen Wandel aktiv!

Nehmen Sie nicht nur ihre Mitarbeiter mit, sondern vernetzen Sie sich dort, wo es Sinn macht, gemeinsam nach (digitalen) Lösungen zu suchen, als im Wettbewerb unterzugehen.

Dabei sollte nicht vergessen werden, das der Informationsaustausch und damit das Thema Kommunikation so alt ist wie die Menschheit. Sie regelt den Umgang miteinander und macht es erst möglich, dass Informationen von A nach B gelangen und Bedürfnisse erkannt werden. Ein Teil dieses Miteinanders findet immer mehr über smarte und digitale Hilfsmittel, wie z.B. Smartphones, I-pads oder ähnlichem statt. Dabei verschwinden zwei Funktion der Kommunikation, die Körpersprache und die Stimme, die zusammen mit über 90% für das Gelingen der Kommunikation verantwortlich sind. Auch wenn die Digitalisierung gleichzeitig neue Chance für die Patientenversorgung und Mitarbeiter eröffnet, sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass die digitale Anwendungen mit einem gewissen Investitionsaufwand verbunden sind. Zusammen mit einem eventuell notwendigen Schulungsaufwand für Mitarbeiter sind es meist die Kosten, die verhindern, dass e-health Lösungen eingeführt werden. Dabei handelt es sich aber um eine wichtige Investition in die Zukunft, der Arbeitswelt 4.0!

Den Wandel mit einer nachhaltigen Strategie und den richtigen Partnern zu gestalten, sollte Ziel eines jeden Change-Management-Prozesses sein. So kann auch das Thema Digitalisierung zuverlässig und ohne größere Hürden gelingen und die internen Widerstände reduzieren.

Digitalisierung im Gesundheitswesen: Trends erkennen, sich öffnen und nicht verschliessen, Mehrgenerationen und Schnittstellen managen – Führung ist gefragt!

Meine Eindrücke zum 17. Europäischen Gesundheitskongress München

  • Ich weiss jetzt wer Vivy ist, Daniel Bahr auch! – Eine digitale Patientenakte verwaltet Dokumente, informiert und fördert die Kommunikation, auch Sektorenübergreifend.
  • Die Herausforderung auf Station: Mehrgenerationen managen und der Y-Generation eine Chance geben!
    #YGeneration will wahrgenommen und integriert werden, sie wollen verstehen & gehört werden… Generationen treffen aufeinander und transparente #Kommunikation ist gefragt…liegt nicht jedem, kann aber gelernt werden… gesundkommunizieren
  • Dr. Gottfried Ludewig, MdA, Abteilungsleiter – Digitalisierung und Innovation, Bundesministerium für Gesundheit –  bringt es auf den Punkt: 14 Jahre Gematik sind zu viel. Es muss nicht immer alles perfekt sein, lasst uns starten! Geld alleine ist nicht das Problem!
  • Das kleine Land Estland zeigt Deutschland, wie digitale Lösungen funktioniert: Beginnend mit einem Prozess, doch diesen bitte konzequent digital abgebildet…
  • „Dänische Qualitätsinitiative“ eine beeindruckende Strategie und deren Maßnahmen, doch will Deutschland seine Klinikstandorte auch auf ein minimum reduzieren?!

 

Expertin für Klinikkommunikation

Auf dem Weg zum digitalen Krankenhaus – ein kurzer Überblick:
Chancen und Herausforderungen im Klinikalltag

Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und hat mittlerweile – neben vielen anderen privaten und geschäftlichen Bereichen – Einzug in das Gesundheitswesen gehalten. Digitale Prozesse können dazu beitragen, Arbeitsabläufe zu verschlanken, effizienter zu gestalten und damit Zeit zu gewinnen – Zeit, die unter Umständen über die Gesundheit eines Patienten entscheidet. Zudem sorgen digitale Prozesse regelmäßig für eine deutliche Steigerung der Wirtschaftlichkeit, sobald eine „Ein- und Umgewöhnungsphase“ durchlaufen wurde.

Zu häufig genannten Digitalisierungsmaßnahmen, die in einigen Kliniken in der Prüfung sind oder sogar bereits realisiert wurden, gehören unter anderem die Anbindung von technisch-medizinischen Geräten an das Krankenhaus-Informations-System (KIS) und der Einsatz von Tablet-PCs oder Smartphones zum Austausch von medizinischen Patientendaten. Aber auch die Robotik hält Einzug sowie die ersten elektronische Akten, die vom Patienten aus gesteuert werden. Daneben kommt die Einführung der „elektronischen Gesundheitsakte“ (eGA)  nur schleppend voran – Arztpraxen und Krankenhäuser sollen aber bis Ende 2018 laut dem E-Health Gesetz flächendeckend an die dafür notwendige Telematik-Infrastruktur angebunden werden.

Newcomer liefern digitale Lösungen und geben die Geschwindigkeit vor

Aktuell ist zu beobachten, dass junge Start-Ups bekannte Unternehmen wie Siemens, SAP oder GE mit ihren Lösungen und Ideen am Markt überholen und so die Marschroute vorgeben. Im Gesundheitswesen steht die sektorenübergreifende Kommunikation im Mittelpunkt, die mit digitalen Lösungen und Vernetzungen zu schnelleren Diagnose- und Behandlungsergebnissen führen kann. Dieser Anforderung stellen sich zurzeit besonders Newcomer, die passgenaue Lösungen für eine digitale Zukunft entwickeln – bei der Suche nach gelungenen Produkten sollten unbekannte bzw. wenig bekannte Unternehmen also nicht außen vor gelassen werden.

Erfolgsfaktor Mensch: Steuert und kommuniziert auch weiterhin – nur anders!?

Die mit der Digitalisierung verbundenen Neuerungen sorgen im Gesundheitswesen für viele Vorteile und steigern die Effizienz verschiedenster Arbeitsabläufe, führen aber auch zu neuen Herausforderungen und verändern die Kommunikation. Digitalisierung kann nur funktionieren, wenn alle daran Beteiligten zusammenarbeiten, die Vorteile verstehen und sich der Veränderung gemeinsam stellen. Zudem erfordert „digitale Kommunikation“ Aufmerksamkeit und genaues Wissen über ihre Funktionsweise, um Missverständnissen und Konflikten vorzubeugen. Ängste, Befürchtungen und Fragen der Mitarbeiter, die den Umgang mit digitalen Strukturen und Prozessen betreffen, sollten von Führungskräften unbedingt ernst genommen werden – das persönliche Miteinander darf nicht zu kurz kommen, auch und ganz besonders im Rahmen der Digitalisierung.

Innovation, Revolution und Evolution!

Jeder, der im Gesundheitswesen beschäftigt ist, sollte sich für die Chancen öffnen, die die Digitalisierung bietet. Nicht außer Acht gelassen werden sollte aber, dass die Digitalisierung mit einem gewissen Investitionsaufwand verbunden ist. Zusammen mit einem eventuell notwendigen Schulungsaufwand für Mitarbeiter sind es meist die Kosten, die verhindern, dass digitale Lösungen eingeführt werden. Hier handelt es sich aber um eine wichtige Investition in die Zukunft – mit einer nachhaltigen Strategie und den richtigen Partnern kann Digitalisierung zuverlässig und ohne größere Hürden gelingen. Der Lohn der Mühe: Effiziente, wirtschaftlichere Prozesse, mehr Zufriedenheit bei Patienten, Mitarbeitern und einweisenden Ärzten, eine höhere Servicequalität sowie eine langfristig gesicherte Marktposition.

Expertin für Klinikkommunikation

Chancen und Herausforderungen – ein kurzer Überblick

Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und hat mittlerweile – neben vielen anderen privaten und geschäftlichen Bereichen – Einzug in das Gesundheitswesen gehalten. Digitale Prozesse können dazu beitragen, Arbeitsabläufe zu verschlanken, effizienter zu gestalten und damit Zeit zu gewinnen – Zeit, die unter Umständen über die Gesundheit eines Patienten entscheidet. Zudem sorgen digitale Prozesse regelmäßig für eine deutliche Steigerung der Wirtschaftlichkeit, sobald eine „Ein- und Umgewöhnungsphase“ durchlaufen wurde.

Zu häufig genannten Digitalisierungsmaßnahmen, die in einigen Kliniken in der Prüfung sind oder sogar bereits realisiert wurden, gehören unter anderem die Anbindung von technisch-medizinischen Geräten an das Krankenhaus-Informations-System (KIS) und der Einsatz von Tablet-PCs oder Smartphones zum Austausch von medizinischen Patientendaten. (Stichwort „Industrie 4.0“). Die Einführung der „elektronischen Gesundheitsakte“ (eGA) kommt aktuell nur schleppend voran – Arztpraxen und Krankenhäuser sollen aber bis Ende 2018 laut dem E-Health Gesetz flächendeckend an die dafür notwendige Telematik-Infrastruktur angebunden werden.

Newcomer liefern digitale Lösungen

Aktuell ist zu beobachten, dass junge Start-Ups bekannte Unternehmen wie Siemens, SAP oder GE mit ihren Lösungen und Ideen am Markt überholen und so die Marschroute vorgeben. Im Gesundheitswesen steht die sektorenübergreifende Kommunikation im Mittelpunkt, die mit digitalen Lösungen und Vernetzungen zu schnelleren Diagnose- und Behandlungsergebnissen führen kann. Dieser Anforderung stellen sich zurzeit besonders Newcomer, die passgenaue Lösungen für eine digitale Zukunft entwickeln – bei der Suche nach gelungenen Produkten sollten unbekannte bzw. wenig bekannte Unternehmen also nicht außen vor gelassen werden.

Erfolgsfaktor Mensch

Die mit der Digitalisierung verbundenen Neuerungen sorgen im Gesundheitswesen für viele Vorteile und steigern die Effizienz verschiedenster Arbeitsabläufe, führen aber auch zu neuen Herausforderungen und verändern die Kommunikation. Digitalisierung kann nur funktionieren, wenn alle daran Beteiligten zusammenarbeiten, die Vorteile verstehen und sich der Veränderung gemeinsam stellen. Zudem erfordert „digitale Kommunikation“ Aufmerksamkeit und genaues Wissen über ihre Funktionsweise, um Missverständnissen und Konflikten vorzubeugen. Ängste, Befürchtungen und Fragen der Mitarbeiter, die den Umgang mit digitalen Strukturen und Prozessen betreffen, sollten von Führungskräften unbedingt ernst genommen werden – das persönliche Miteinander darf nicht zu kurz kommen, auch und ganz besonders im Rahmen der Digitalisierung.

Jeder, der im Gesundheitswesen beschäftigt ist, sollte sich für die Chancen öffnen, die die Digitalisierung bietet. Nicht außer Acht gelassen werden sollte aber, dass die Digitalisierung mit einem gewissen Investitionsaufwand verbunden ist. Zusammen mit einem eventuell notwendigen Schulungsaufwand für Mitarbeiter sind es meist die Kosten, die verhindern, dass digitale Lösungen eingeführt werden. Hier handelt es sich aber um eine wichtige Investition in die Zukunft – mit einer nachhaltigen Strategie und den richtigen Partnern kann Digitalisierung zuverlässig und ohne größere Hürden gelingen. Der Lohn der Mühe: Effiziente, wirtschaftlichere Prozesse, mehr Zufriedenheit bei Patienten, Mitarbeitern und einweisenden Ärzten, eine höhere Servicequalität sowie eine langfristig gesicherte Marktposition.