Wenn jede Sekunde zählt

Kommunikation ist in der Medizin das A und O. Vor allem im Notfall, wenn schnell Entscheidungen getroffen werden müssen, zählt jede Sekunde. Deshalb testet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Fulda zusammen mit ‚Allm Heathcare‘ jetzt im Rahmen eines Pilotprojekts den Messengerdienst Join. Dazu sagte Geschäftsführer Christoph Schwab am Freitag: „Wir statten zunächst unsere Wachenleiter im Rettungsdienst mit der App aus und werden sie im zweiten Schritt auf die gesamte DRK-Gruppe erweitern.“ Join funktioniert mit jedem Smartphone ähnlich wie der weltweit genutzte Dienst WhatsApp. Über die interne Plattform können Texte, Fotos, Videos, medizinische Parameter wie EKG-Ableitungen und sogar Röntgenbilder übertragen werden. „Im Rettungsdienst arbeiten wir mit streng vertraulichen Daten, sodass wir eine sichere Verbindung in einem internen Netz benötigen, um zu kommunizieren.

Diese Möglichkeit bietet der Messenger, denn die Lösung erfüllt alle Vorgaben des Datenschutzes“, so Schwab im Beisein von Klinikum-Vorstand Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel sowie den beiden Direktoren Prof. Dr. Martin H. Hessmann (Orthopädie/Unfallchirurgie) und Prof. Dr. Clemens-Alexander Greim (Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin).

Die Join-Entwickler Leandro Burnes, Akira Fukuei und Ms Kudo Mizuki waren extra aus Japan nach Fulda gereist, um sich persönlich ein Bild von der Organisation des Rettungsdienstes in Deutschland sowie der deutschen Join-Anwendung am Beispiel DRK zu machen. Die Fuldaer Gesundheitsexpertin Nicole Weider stellte gemeinsam mit den Programmierern aus Tokio die Android- und iOS-App, die bereits in Essen erfolgreich eingesetzt wird, vor: „Durch die Beschleunigung der Kommunikation wird die Patientenversorgung nochmals deutlich verbessert.“ Zeit sei in der Medizin ein entscheidender Faktor. Und Schwab ergänzte: „Die Digitalisierung in der DRK-Gruppe schreitet gut voran. Die Einführung dieser App ist ein weiteres Puzzleteil der innerbetrieblichen Vernetzung.“

In Zukunft, so die Vision von Schwab, könnten etwa Krankenhäuser und andere kooperierende Leistungserbringer des DRK-Rettungsdienstes die mobile Datenkommunikationslösung einsetzen. „Im nächsten halben Jahr sammeln wir intensiv Erfahrungen und gehen anschließend auf unsere Partner zu.“ (Christian P. Stadtfeld)

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DRK-Wachenleiter Marko Hellmich, DRK-Geschäftsführer Christoph Schwab, vom Klinikum Fulda: Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel (Vorstand) und Prof. Dr. C.-A. Greim, die Delegation aus Japan, Prof. Dr. Martin H. Hessmann (Klinikum Fulda) sowie Nicole Weider – im Hintergrund: das diensthabend Rettungsdienstpersonal des DRK Fulda

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